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Yoga als Heilmittel auch gegen Krebs?

Asana - Fotograf Aikhan/Wikipedia.de

Der Begriff Yoga (eingedeutscht Joga) wird Ihnen allen geläufig sein. Aber vielleicht zählen Sie ja auch zu den inzwischen mehr als fünf Millionen Deutschen (im gesamten deutschsprachigen Raum werden es noch etliche mehr sein), die Yoga mehr oder weniger regelmäßig praktizieren.

Was ist Yoga denn nun? Im Grunde handelt es sich dabei einfach um eine ursprünglich aus Indien stammende, schon Jahrtausende alte philosophische Lehre, bestehend aus sowohl geistigen als auch körperlichen Übungen. Das Wort Yoga selbst (Sanskrit, m., yoga, von yuga ‚Joch‘, yuj für: ‚anjochen, zusammenbinden, anspannen, anschirren‘) bedeutet „Vereinigung“ oder „Integration“, wird aber auch verwendet „im Sinne von „Anschirren“ und „Anspannen“ des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration bzw. zum Einswerden mit Gott“ (Wikepedia). Bildhafter ausgedrückt: „Das Individuum wird hier als ein Reisender im Wagen des materiellen Körpers gesehen. Der Wagen ist der Körper, der Kutscher der Verstand, die fünf Pferde die fünf Sinnesorgane, der Fahrgast die Seele, und das Geschirr heißt im Indischen „Yoga“.“ (Wikepedia).

Yoga hat sich in den unterschiedlichsten Formen verbreitet. Der meditative Aspekt, wobei die geistige Konzentration im Mittelpunkt steht, ist in Westeuropa und Nordamerika eher in den Hintergrund getreten, denn hier stehen die körperlichen Übungen, Asanas oder Yogasanas genannt, im Vordergrund. Eine ganz andere Richtung, nämlich der Schwerpunkt auf der Askese, ist hierzulande kaum zu finden.

Für unser Thema Yoga als Heilmittel gegen Krebs? interessiert uns vor allem das „klassische Yoga“, auch zusammengefasst unter dem Oberbegriff Hatha Yoga, das unterschiedliche Körperhaltungen und Atemübungen beinhaltet sowie Meditation. Mit diesen Praktiken soll der stressgeplagte Mensch der Neuzeit unterstützt werden im Hinblick auf Entspannung und Stressabbau sowie Koordination und Beweglichkeit des Körpers – also das, was wir hier im Westen uns allgemein unter Yoga vorstellen.

Die positiv unterstützende Wirkung von Yoga wurde inzwischen wissenschaftlich allgemein anerkannt. Wissenschaftliche Studien lieferten Belege im Hinblick auf seine positiven Auswirkungen für Bluthochdruck, multiple Sklerose, Tuberkulose  sowie chronische Kopf- oder Rückenschmerzen. Weiterhin wurden Verbesserungen festgestellt bei Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen und nervösen Beschwerden (Angst und Depression). Viele Krankenkassen berücksichtigen dies inzwischen und zahlen deshalb Zuschüsse zur Teilnahme an Yoga-Kursen: „Anerkannte Yoga-Präventionskurse werden von den Krankenkassen gefördert. Es muss sich dabei um einen Hatha-Yoga-Kurs handeln. Angelegt sind die Kurse als Hilfe zur Selbsthilfe. Die Teilnehmer sollten nach Kursabschluss in der Lage sein, das Gelernte selbstständig anzuwenden. Die Kurse haben einen festen Start- und Endtermin und umfassen in der Regel acht bis 12 Einheiten. Die Zuschüsse variieren von Kasse zu Kasse, die Barmer-GEK beteiligt sich mit 75 Euro pro Kurs”, so der Pressesprecher der Barmer-GEK Thorsten Jakob gegenüber BILD am Sonntag.

Professor Gustav Dobos, Leiter der Abteilung Naturheilkunde und Integrative Medizin an den Kliniken Essen-Mitte, schätzt den gesundheitlichen Nutzen von Yoga gegenüber Bild am Sonntag wie folgt ein: „Yoga ist bei einer Reihe von Erkrankungen nachweisbar wirksam. Regelmäßige Yogapraxis reduziert Stresswahrnehmung, Depressionen, Angststörungen. Kontrollierte Studien liegen auch zur Behandlung von chronischen Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen vor als auch zur begleitenden Therapie bei Herzkranzgefäßverengung und Vorhofflimmern.“

Aber jetzt zur entscheidenden Frage, um die es hier eigentlich geht, nämlich ob Yoga auch Krebspatienten hilft, hierzu antwortete er: Ja. Yoga ist nachweislich wirksam zur begleitenden Behandlung von Krebspatienten. Dies bezieht sich auf Ängstlichkeit, Depression und psychologischen Stress. Der Spiegel des Stresshormons Cortisol im Speichel wird entsprechend signifikant gesenkt. Zusätzlich werden Nebenwirkungen der Chemotherapie, wie Übelkeit und Erbrechen, reduziert. Die Veränderungen lassen sich bis auf die molekulare Ebene nachweisen. Insbesondere wird auch das emotionale und geistige Wohlbefinden der Patienten verbessert.“

Diplom-Psychologe Dr. Ulrich Ott, Bender Institute of Neuroimaging, Justus-Liebig-Universität Gießen, unterstützt diese Einschätzung, denn durch regelmäßiges Praktizieren würde sich das vegetative Nervensystem beruhigen aufgrund des Wechsels von An- und Entspannung, der Blutdruck würde sinken und Stresshormone würden reduziert werden. Laut einer Studie hätten Yoga-Anfänger 41 Prozent mehr Entzündungsbotenstoffe im Blut als Yoga-Erfahrende.

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Unter diesem Link bei http://de.global-yoga.org können Sie sich das Hatha Yoga Handbuch herunterladen: http://de.global-yoga.org/Texte/Hatha%20Yoga%20Handbuch%202010.10.pdf

Der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. - www.yoga.de - stellt viele Informationen zum Thema Yoga zur Verfügung. Ferner können Sie mittels einer Suchfunktion Yogalehrer in Ihrer Nähe ausfindig machen.

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In diesem Zusammenhang möchten wir auch ausdrücklich verweisen auf unseren Artikel:

Führende US-Forscher bestätigen erneut: Vitamin C hemmt Wachstum von Krebszellen!

 

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