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Kleine Kräuterkunde

Kräuter und ihre Heilwirkungen werden häufig unterschätzt. Verschaffen Sie sich hier einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt dieses "grünen Goldes" und staunen Sie, welche unglaublichen Auswirkungen sich für Ihren Organismus erzielen lassen mit doch so einfachen Mitteln - noch dazu ohne jegliche Nebenwirkungen...

 

Basilikum

Wirkt unter anderem:
Entschlackend, krampflösend, antibakteriell, beruhigend und regt die Fettverdauung an.

Passt gut zu:
Geflügel, Fisch, Nudeln, Salat, Tomate, Pesto (süß/salzig) oder Sorbets.

Unser Tipp:
Damit der Basilikum nicht an Aroma verliert, erst zum Schluss zum fertigen Gericht geben – nicht mitgaren!

Bohnenkraut

Wirkt unter anderem:
Beruhigend für Magen und Darm. Durch den hohen Gerbstoffanteil hilft es außerdem bei Durchfall.

Passt gut zu:
Bohnen, Hülsenfrüchten, Fisch und deftigem Fleisch.

Unser Tipp:
Bohnenkraut wirkt antiseptisch, fördert die Heilung im Rachen- und Halsraum. Getrocknetes Bohnenkraut mit heißem Wasser übergießen, ordentlich ziehen lassen und mit dem abgekühlten Tee gurgeln.

Dill

Wirkt unter anderem:
Entzündungshemmend, krampflösend, hilfreich bei Magenbeschwerden und gut für die Verdauung.

Passt gut zu:
Fisch, Meeresfrüchten, Eiergerichten, Paprika und Gurke.

Unser Tipp:
Erst kurz vor dem Servieren unter die Speise mischen.

Estragon

Wirkt unter anderem:
Harntreibend und fördert die Verdauung und den Gallenfluss.

Passt gut zu:
Weißem Fisch, Meeresfrüchten, Bohnen, Kohlrabi, Wild, Lamm, Kräutersoßen und Omeletts.

Unser Tipp:
Estragon wird beim Kochen intensiver, deshalb zunächst lieber sparsam verwenden.

Kerbel

Wirkt unter anderem:
Appetitanregend, blutreinigend und fördert den Stoffwechsel und die Nierenfunktion.

Passt gut zu:
Gemüse wie Spargel oder Erbsen, Kartoffeln und Omeletts, Kräuterdipps, Suppen (Kerbelsuppe) oder als Kerbelbutter zu Gegrilltem.

Unser Tipp:
Nicht mitgaren, da er sonst sein Aroma verliert!

Koriander

Wirkt unter anderem:
Schleimlösend bei Bronchialhusten, hilft gegen Magen-Darm ¬Störungen und Völlegefühl.

Passt gut zu:
Currys, Wokgerichten, Gemüsesalaten, Reis und Kokosmilch.

Unser Tipp:
Blätter nur grob schneiden - nicht mitgaren. Auch Stiele und die Wurzel klein hacken und für Marinaden oder Currypasten verwenden!

Kresse

Wirkt unter anderem:
gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Passt gut zu:
Salat, Gemüsesuppen, Eiergerichten, Dips, Quark oder einfach zu Butterbrot.

Unser Tipp:
Kresse selber ziehen geht ganz einfach, und sie schmeckt frisch geerntet am besten!

Liebstöckel

Wirkt unter anderem:
Anregend, harntreibend, krampflösend.

Passt gut zu:
Hackfleisch, Gemüsesuppen, Kräuterquark.

Unser Tipp:
Liebstöckel wird auch „Maggikraut“ genannt und gibt den Gerichten beim Mitgaren ein leckeres, würziges Aroma. Die Wurzeln des Krauts können wie Gemüse gedünstet werden.

Lorbeer

Wirkt unter anderem:
Antibakteriell, schleimlösend und zudem gegen Appetitlosigkeit, Blähungen und Frauenbeschwerden.

Passt gut zu:
Wildgerichten, Gulasch, Rotkohl, Sauerkraut oder Rouladen.

Unser Tipp:
Lorbeer wird immer mitgegart, da er nur langsam sein Aroma entfaltet - getrocknete Blätter sind zudem nicht so bitter wie frische.

Majoran

Wirkt unter anderem:
Antibakteriell, beruhigend auf die Magenschleimhaut und hilft bei Erkältung und Husten.

Passt gut zu:
Deftigen Speisen wie Kohl- und Wildgerichten oder Kartoffelsuppe, aber auch zu Pizza oder Tomatensoße.

Unser Tipp:
Trocknen Sie einen Bündel Majoran doch einmal selbst – einfach an den Stielen zusammenbinden und an einem trockenen, dunklen Ort aufhängen. Die trockenen Blätter später gut verschlossen aufbewahren und Ihre Gerichte damit nach Belieben verfeinern.

Minze

Wirkt unter anderem:
Krampflösend, schmerzlindernd, Bitter- und Gerbstoffe regen die Verdauung an.

Passt gut zu:
Lammgerichten, Möhren, Erbsen oder im Kartoffelsalat. Außerdem zu Eis, Sorbets und Früchten aller Art.

Unser Tipp:
Eine Hand voll frischer Minze mit kochendem Wasser übergießen, ziehen lassen (evtl. mit Honig süßen) und anschließend als Tee genießen.

Oregano

Wirkt unter anderem:
Antiseptisch, antiviral, hilft bei Mund- und Rachenentzündungen.

Passt gut zu:
Pizza, Pasta und Tomatensoße, gebratenem Gemüse, Schafskäse, Bratkartoffeln oder gegrilltem Fisch.

Unser Tipp:
Oregano ist sehr intensiv im Aroma, deshalb Gerichte vorerst sparsam würzen!

Petersilie

Wirkt unter anderem:
Harntreibend, krampflösend, schleimlösend und hilft gegenFrühjahrsmüdigkeit.

Passt gut zu:
Suppen, Kartoffeln, Gemüsegerichten, Eiern, Fisch oder Quarkdips.

Unser Tipp:
Mögen Sie es würziger im Geschmack, greifen sie zur glatten Petersilie, da ihr kräftiger im Aroma ist als krause Petersilie.

Rosmarin

Wirkt unter anderem:
Antibakteriell, entspannend, entzündungshemmend, krampflösend und pilztötend.

Passt gut zu:
Rindfleisch, Lamm, Hühnchen, Fisch, Tomaten, Zucchini, Aubergine oder auch Bratkartoffeln.

Unser Tipp:
Wenn Sie das Aroma von frischem Rosmarin lieben, aber beim Essen nicht auf die Nadeln beißen wollen, kochen Sie den Zweig im Ganzen mit und entfernen Sie ihn kurz vor dem Servieren der Speise!

Salbei

Wirkt unter anderem:
Antibakteriell, entzündungshemmend, hilft bei Heiserkeit, Rachenentzündungen, Mundschleimhaut- und Zahnfleischentzündungen.

Passt gut zu:
Lamm, Geflügel, Schwein, Ente, Polenta und fast zu jedem Nudelgericht.

Unser Tipp:
Salbei sollte immer mitgekochen, bzw. in der Pfanne angebraten werden – allerdings nicht zu lange, da er sonst bitter wird!

Schnittlauch

Wirkt unter anderem:
Appetitanregend, verdauungsfördernd.

Passt gut zu:
Dressings, Quark, Dips, Eiern, gedünstetem Fisch oder frischen Salaten.

Unser Tipp:
Schnittlauch möglichst frisch verwenden – optimalerweise mit einer Küchenschere kleinschneiden, so bleibt das Aroma am besten erhalten.

Thymian

Wirkt unter anderem:
Gegen Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosigkeit, Blähungen und Darmentzündung.

Passt gut zu:
Eintöpfen, Braten, Kartoffeln, Aubergine, Tomaten.

Unser Tipp:
Frische Thymianzweige mit Olivenöl in eine Flasche füllen, ca. eine Woche ziehen lassen – Öl eignet sich herrlich für frische Salate!

Zitronenmelisse

Wirkt unter anderem:
Antibakteriell, beruhigend, entspannend, krampflösend, schmerzstillend und virushemmend.

Passt gut zu:
Obstsalaten, süßen Quarkspeisen, Kräutersoßen, Geflügel oder gedünstetem Fisch.

Unser Tipp:
Blätter nicht mitkochen, erst kurz vor Verwendung klein schneiden. Zitronenmelisse eignet sich ebenfalls hervorragend für das Verfeinern von Marmeladen.

 

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