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Finnische Studie beweist: Xylit-Kaugummi verhindert Mittelohrentzündungen


Mittelohrentzündung - mehr als 90% aller Kinder erkranken in ihrer Jugend mindestens einmal daran, jedes dritte Kind erwischt es vor seinem sechsten Lebensjahr sogar dreimal. Damit ist diese Krankheit die mit Abstand häufigste in der kinderärztlichen Praxis. Das für Kinder angenehmste und leckerste Mittel, Mittelohrentzündungen zu verhindern, entdeckten Finnische Wissenschaftler: Xylit-haltiger Kaugummi.

 

Xylit ist ein in der Natur vorkommender, kalorienverminderter Zuckeraustauschstoff. der als Nebenprodukt bei der Holzverarbeitung anfällt. Technisch kann Xylit aus Harthölzern wie Buchen und Birken gewonnen werden. In Deutschland wird er bislang hauptsächlich zur Herstellung von zuckerfreien Süßwaren und Zahnpflegekaugummis verwendet: Die wichtigsten Karies verursachenden Bakterien können Xylit nicht verdauen. Sie werden beinahe völlig gehemmt. Dies führt zu einer bedeutenden Verminderung der Zahnkaries im Vergleich zu regulären Verbrauchern.

 

Risiko um 40% gesenkt

 

Streptococcus pneumoniae heißt die Bakterie, die rund 40% aller Mittelohrentzündungen verursacht. Da sie der Kariesbakterie (streptococcus mutans) sehr ähnlich ist, lag die Vermutung nahe, dass auch sie Xylit nicht würde verdauen können. Das Ergebnis einer dreimonatigen Studie mit fast tausend finnischen Kindern bestätigte diese These: Xylit senkt das Risiko, an einer Mittelohrentzündung zu erkranken, um bis zu 40%.

 

Kaugummi statt Antibiotika

 

Den besten Erfolg hatte bei der Studie die Gruppe, die Xylit-haltige Kaugummis kaute (z.B. dent-a-xyl, Wrigley's Extra etc). Xylit-haltige Bonbons (Odol n'Ice, Smint etc.) senkten das Erkrankungsrisiko immerhin noch um 20%.

 

Sowohl Kaugummi wie auch Bonbons sind jedoch den ganz kleinen Kindern, die am häufigsten unter Mittelohrentzündungen leiden, nur schwer zu verabreichen. Bei der Studie bewährte sich hier ein Xylit-haltiger Sirup (minus 30%), der in Deutschland allerdings noch nicht erhältlich ist. Dabei sind sich Experten, wie der Leiter der Studie, Professor Matti Uhari, einig: "In Anbetracht der steigenden Zahl an resistenten Bakterien, ist gerade in dieser Altersgruppe eine Prophylaxe, die die Einnahme von Antibiotika überflüssig macht, besonders sinnvoll."

 

 

Quelle: Pressebüro Lillelund©

 

 

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