
Letzten Dienstag in Theater
„TAO, die Kunst des Trommelns“. Zwei Stunden lang rhythmische Klänge aus dem Land der aufgehenden Sonne. Wie hab ich mich darauf gefreut. Aber schon im Eingangsbereich wurde mir schmerzlich bewusst, warum ich so ungern auf Massenveranstaltungen in geschlossenen Räumen gehe: PARFUM!
Sollte ich meine Gasmaske aufsetzen? … Wer lacht da? Bei der Bundeswehr wurde mir eingetrichtert, bei Wahrnehmung von in der Luft schwebenden Giftstoffen umgehend zu dieser Schutzvorrichtung zu greifen. Aber so viel Mut, in der Öffentlichkeit derart provokant aufzufallen, habe ich noch nie aufgebracht. Ein bisschen feige ist man schon, he? Oder verlangt es Anstand und Sitte, dass man sich unterwürfig vergiften lässt? Was auch immer, auf jeden Fall durchzieht in so einem Moment ein Anflug von Verständnis für Umweltterroristen meine Gehirnwindungen.
Ich verdränge diese Gedanken und spähe im Foyer nach einem Platz, wo die Luft einigermaßen sauber sein könnte. Hinten links im Eck, da stehen am wenigsten so rum, da könnte die Luft o.k. sein. An Chanel No. 5 von der älteren Dame in dem avocadogrünen Abendkleid komme ich noch einigermaßen unbeschadet durch Luft Anhalten vorbei, aber nur sechs Meter weiter durchbricht das Pitralon von dem Herrn mittleren Alters im feinen, schwarzen Hugo Boss diese Bastion. Ich breche nach links durch, über eine kleine Lichtung im Menschengewirr, aber am Ende davon lauert das Deo (unbekannter Marke) dieses jungen Buschen in brauner, legerer Lederjacke und bahnt sich seinen Weg in meine Lungen, und diesen Brückenkopf nutzt vier Meter danach das Bvlgari Pour Femme einer adretten …, die war bestimmt nicht älter als 17! … schamlos aus, durchbricht meine Lungenwände und pflanzt sich, getarnt hinter dem Sauerstoff, in meinen Blutstrom. Ich habe nur noch 10 Meter bis zu der angepeilten Ecke. Aber dann kommt von links das Armani Femme Fatal dieser hübschen Dame in ihrem kurzen, schwarzen Cocktailkleid – ich verharre bei diesem ästhetischen Anblick dummerweise ein paar Sekunden zu lange – und es dringt auf den bereits freigelegten Bahnen bis in mein Hirn!
Wumm!
Das Abwehrsystem meiner Atemwege hisst an jeder strategischen Position die weiße Flagge.
Na, dann kann ich ja auch hier stehen bleiben!
Anmerkung für jene, die da meinen, diese Geschichte sei wissenschaftlich nicht haltbar: Lesen Sie unten bei „Warnung aus dem Umweltbundesamt“ weiter!
Eigentlich gehe ich ja gerne auf kulturelle Veranstaltungen aller Art … vom Bierzelt auf dem Oktoberfest bis zur Deutschen Oper in Berlin … alles ist toll und hat seine Reize. Letzteres, die Oper, ist mir aber in der oben beschriebenen Hinsicht ein Gräuel, denn dummerweise herrscht in unserer Gesellschaft die verkorkste Meinung, dass zur schönsten Garderobe auch das meiste Parfum gehört.
Was aber noch viel schräger ist als Parfum in die Oper: einparfümiert von unten bis oben zu einem Waldspaziergang zu gehen, um frische Luft zu schnappen!!!!
Das glauben Sie nicht? Das ehrt Sie, denn so viel Idiotie erfordert mehr als einen Gordischen Knoten im Verstand!!! Aber glauben Sie mir, solche Spaziergänger trifft man auf unseren Waldwegen immer wieder.
Parfum, was ist das eigentlich?
Nun, laut Duden gelten erst mal beide Schreibweisen: Parfum und Parfüm. Und dann heißt es da:
<< Par|füm, … alkoholische Flüssigkeit, in der Duftstoffe gelöst sind; Flüssigkeit mit intensivem, lang anhaltendem Geruch (als Kosmetikartikel) … >>
Und wenn Sie wissen wollen, wie es hergestellt wird, dann empfiehlt sich der Roman „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“ von Patrick Süskind. Eine kriminalistische Story im Frankreich des 18. Jahrhunderts, in der ein psychopatischer Parfümeur (laut Duden: eine Fachkraft der Parfümherstellung) junge, gerade geschlechtsreif werdende Mädchen umbringt, um dann den noch warmen Leichen ihren natürlichen Körpergeruch zu entreißen. Der auf diese Weise gewonnene Duft stürzt im Finale dieser Geschichte eine ganze Stadt in eine Sexorgie. Und vor lauter Liebe verzeiht man dem Massenmörder, küsst ihn und lässt ihn laufen. Ob Süskind sein Werk als Analogie zu unserer heutigen Parfümindustrie verstanden haben wollte, die eine ganze Bevölkerung vergiftet und dafür nicht nur ungeschoren davon kommt, sondern auch noch verherrlicht und mit Milliarden Umsätzen belohnt wird?
Tatsache ist: Parfum ist Gift!!!!
Parfum gehört nicht in unsere Lungen!
Damit wir uns richtig verstehen:
Es gibt nichts gegen den natürlichen Duft zu sagen, den eine schöne Rose ausstrahlt.
Und es gibt nichts gegen den natürlichen Duft zu sagen, den eine reife Mango ausstrahlt.
Und schon gar nicht gibt es etwas gegen den natürlichen Duft zu sagen, den ein gesunder Körper ausstrahlt. Es sei an dieser Stelle an den folgenden Ausspruch erinnert: „Den kann ich nicht riechen“. Der junge Bräutigam, der seine Braut bisher nur getarnt mit Duftwässerchen kennt, kann eine böse Überraschung erleben.
Wissenschaftlich gesehen verweise ich Sie auf unsere Wissenschaftler. Leider werden auf diesem Feld die meisten von der Parfumindustrie beschäftigt. Aber es gibt durchaus integere, die neutral für das ein oder andere Institut arbeiten. Aus diesen Ecken kommen in letzter Zeit jede Mengen Warnungen – siehe unten unter „Warnung aus dem Umweltbundesamt“.
Aber ich denke, dass Sie, der Sie ein Magazin wie Natürlich Leben lesen, keinen „wissenschaftlichen“ Beweis mit chemischen Formeln und Fachbegriffen von „Polybrominat Diphenyl Esther“ bis zu „Aerosolen“ nötig haben werden, um mit einer Logik, die auf der Natur aufbaut, klar denken und entscheiden zu können. Machen Sie deshalb bitte den folgenden Test:
Ah! Sie haben Kopfweh. Gratuliere! Ihre Alarmanlagen haben sich eingeschaltet. Ihre Abwehrsysteme funktionieren noch richtig!!
Eine andere natürliche Erklärung, die Sie verstehen werden: Zucker kommt in der Natur vor. Wohl dosiert in dem ein und anderen Nahrungsmittel. Das bisschen Zucker im Apfel ist o.k., wenn wir den ganzen Apfel essen. Wie jedoch ein Esslöffel voll weißem, denaturiertem Zucker schadet, wissen wir alle, oder?
Es ist also die Menge und die Denaturierung, die unseren Körpern schadet.
Chanel Femme Fatal habe ich noch nie auf natürliche Weise auf Bäumen wachsen sehen. Auch Persil Frühlingsfrisch und Meister Proper Zitrone nicht, Sie etwa? Hinzu kommt bei der industriellen Herstellung die Beimischung von jeder Menge Chemie, Stoffe, die in unsern Atemwegen nicht zu suchen haben!
Macht Parfum impotent?
Ist dem Buch von Dr. med. Mauch, „Die Bombe unter der Achselhöhle“, erschienen in der Bettendorfschen Verlagsanstalt, ISBN 3-88498-093-9, zu glauben, dann trauen Sie Ihren Augen nicht mehr. Gemäß seinen eigenen Praxiserfahrungen mit über 2.000 Patienten kann Parfum Gelenksteife, vielfältige Kopfsymptomatiken und jede Menge anderer Krankheiten bis hin zu Krebs verursachen!!!!
Ich habe seit einigen Jahren das Bewusstsein, dass Parfum schädlich ist, und kann aufgrund eigenen Beobachtungen und Erinnerungen für mich sprechend sagen, dass Parfumstoffe bei mir die folgenden Probleme bewirken bzw. bewirkt haben:
Macht es impotent? Wissenschaftlich (noch) nicht erwiesen, aber … meine Damen aufgepasst!
8 Tipps, wie sie Ihren Mann los werden können:
Tja, wenn seine natürlichen Instinkte noch einigermaßen intakt sind, wird er unbewusst versuchen von Ihnen weg zu kommen. Vielleicht zieht es ihn hin zu einer parfumfreien Dame – Scheidungsgrund – Ziel erreicht! Und Sie sind ganz unschuldig!!! Gut, he? Das mag zwar unter psychologische Kriegsführung in der Ehe fallen und verstößt gewissermaßen gegen die Genfer Konvention, aber ehe er das merkt?
Pech hätten Sie nur, wenn Sie jemanden geheiratet haben, dessen Instinkte schon so oft vergewaltigt worden sind, dass er nur noch so vor sich hinvegetiert. Aber funktionieren wird es auch in diesem Fall. Am Ziel wird hier aber nicht eine Scheidung stehen, sondern seine Beerdigung … dauert zwar beachtlich länger als Scheidung … geht aber beachtlich schneller als ohne Parfum!
Warnung aus dem Umweltbundesamt
Das Umweltbundesamt hat am 30.05.2006 eine Broschüre herausgegeben: „Duftstoffe: Wenn Angenehmes zur Last werden kann“. Hier finden Sie auf 15 Seiten Hintergrundinformationen.
Unter anderem heißt es da auf Seite 3 unter Punkt 2:
<< Welche Folgen für Umwelt und Gesundheit kann ein unüberlegter Umgang mit Duftstoffen haben?
Duftstoffe können über die Atmung in den Organismus gelangen und sich über die Blutbahn im gesamten Körper verteilen. Bei bestimmten Duftstoffen ist – wegen ihrer chemischen Struktur – auch von einer Resorption (Aufnahme) über die Haut auszugehen. Werden Duftstoffe über die Riechsinneszellen resorbiert, so ist es wahrscheinlich, dass sie wegen der physiologischen Besonderheiten der Geruchsbahn (Reizweiterleitungssystem des Geruchsinns) über die Nervenfaserbündel direkt als Substanz in den Bulbus olfactorius (einen Teil des Gehirns) gelangen. Für bestimmte organische Substanzen (zum Beispiel Benz[a]pyren) und Metalle (unter anderem Cadmium und Quecksilber) – letztere sind allerdings keine Duftstoffe – ist dieser Aufnahmeweg in Tierversuchen bestätigt. Welche Folgen Duftstoffe generell – und speziell im Gehirn – haben, ist noch weitgehend unbekannt. Vor allem deshalb ist ihr zunehmender Einsatz kritisch zu bewerten.>>
Im Internet können Sie unter http://www.umweltbundesamt.de/ diese Broschüre und viele andere Informationen hierzu herunterladen. Geben Sie auf der Hauptseite im Suchfeld den Begriff „Duftstoffe“ ein! Es erscheint eine Liste von ca. 20 Fachartikeln.
Auch Greenpeace ist zu diesem Thema ein bisschen wach geworden und weist in ihrem Report aus 2005 „Perfume: An investigation of chemicals in 36 Eaux de Toilette and Eaux de Perfume“ hin (leider nur auf Englisch) auf Gefahren hin.
ABER: Diese Broschüren gegen Parfum sind meines Ermessens sehr zaghaft und werden verblassen. Wer nimmt sie schon zur Kenntnis? Hätten wir ein verantwortungsbewusstes und waches Gesundheitsministerium, dann gäbe es schon lange eine Gesetzgebung, die uns Bürger von solchen Giftanschlägen schützt. „Giftanschlägen“? Ja, Giftanschlägen! Glauben Sie bloß nicht, dass die milliardenschwere Parfumindustrie nicht genau weiß, was sie da machen! Genauso wie die milliardenschwere Zigarettenindustrie ständig gewusst hat, wie gefährlich Rauchen ist.
Hans Kellerer
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Die Bombe unter der Achselhöhle!: Praktische Tips für eine gesunde Familie

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