
Kaffee: Den vielen Coffeeshops nach zu urteilen, welche in jeder Großstadt förmlich aus dem Boden zu schießen scheinen, gibt es wohl nur wenige, die das populäre Heißgetränk nicht für sich entdeckt haben. Ob nun mit Milch oder schwarz getrunken, als Espresso oder durch Aromen in eine Geschmacksrichtung "gedrängt" - für viele von uns gibt es nicht einen Tag ohne ihn.
Die Meinungen über seine tatsächlichen Auswirkungen auf unseren Körper spalten sich.
Abhängigkeit, Übersäuerung, Dehydrierung, all diese doch eher negativen Eigenschaften werden ihm nachgesagt. Aber auch dieses Thema wäre nur von einer Seite beleuchtet, wenn wir diese Aussagen so stehen lassen würden. Schauen wir uns die Punkte einen nach dem anderen also einmal genauer an. Machen wir uns ein eigenes Bild.
Genauer müsste die Frage lauten "macht Koffein abhängig?", der wohl bekannteste Inhaltsstoff der Kaffeebohne.
Koffein ist ein sogenanntes Purin-Alkaloid, ein Nervengift. Pflanzen haben dieses als natürlichen Schutz gegen Fressfeinde und Parasiten entwickelt. Am häufigsten kommt es im Kaffee- und Teestrauch sowie in der südamerikanischen Guarana-Pflanze vor. Es findet sich aber auch - allerdings in weit geringerer Konzentration - in über 100 weiteren Pflanzenarten auf allen Kontinenten, so in den Früchten des Kakao- und Kolabaumes.
In konzentrierter Form, d.h. ab zehn Gramm, wirkt Koffein als Nervengift auf den Menschen tödlich. Um diesen Wert jedoch zu erreichen, müsste man innerhalb kürzester Zeit 100 Tassen Kaffee trinken, denn eine Tasse Kaffe enthält etwa 100 Milligramm des Muntermachers.
Nichtsdestotrotz, Koffein wirkt wie ein Suchtgift. Menschen, die täglich sehr viel, teilweise literweise, Kaffee trinken, reagieren mit Entzugserscheinungen, wenn sie eine Zeitlang darauf verzichten. Diese äußern sich unter anderem in Form von Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit und Abgeschlagenheit.
Was Viele von uns nicht wissen, ist, dass die braune Kaffeebohne - neben dem uns so bekannten Inhaltsstoff Koffein - insgesamt mehr als 1.000 Substanzen enthält. B-Vitamine, verschiedene Säuren, Fette, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und mehr als 1.000 flüchtige Aromastoffe können der beliebten Bohne nachgewiesen werden. Leider befinden sich die meisten dieser wichtigen Stoffe in nur so geringem Maße in der Pflanze, dass sie kaum, wenn überhaupt, Einfluss auf die tägliche Nährstoffversorgung unseres Körpers haben.
Arabica-Kaffee - diese Bohnensorte, die nur die Hälfte des Koffeins im Vergleich zur Robusta-Bohne enthält, ist vor allem wegen ihres Aromas beliebt und berühmt geworden.
Vorab sei gesagt, dass jede Art von Nahrung unseren pH-Wert im Körper auf die eine oder andere Art beeinflusst. Wenn wir überwiegend säurebildende Nahrungsmittel zu uns nehmen, gerät unser Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht. Als Folge davon haben wir nicht nur mit Über- oder Untergewicht zu kämpfen, sondern auch Übermüdung, Hautirritationen, Kopfschmerzen, Sodbrennen und Allergien können als Folgeerscheinungen auftreten und uns das Leben schwer machen.
Um dieser Situation vorzubeugen, empfiehlt sich auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um somit die richtige Balance zwischen alkalischen und säurebildenden Nahrungsmitteln zu erreichen.
Idealerweise sollte unsere Ernährung nicht mehr als 25% säurebildende Nahrungsmittel enthalten. D.h. Fleisch, Meeresfrüchte, Hefeprodukte, Milch, Süßigkeiten und Getränke wie Alkohol, Soda und eben auch Kaffee sollten in Maßen verzehrt und genossen werden.
Glaubt man einer finnischen Studie, gelten 4 Tassen, schön gleichmäßig über den Tag verteilt, als Höchstgrenze. Wer mehr zu sich nimmt, steigert unter anderem sein Rheumarisiko. (Die Studie ging über 15 Jahre. 19.000 Menschen nahmen an ihr teil.)
Fakt ist, dass das beliebte Heißgetränk zu den säurebildenden Nahrungsmitteln unserer Zeit gehört.
Und je mehr wir unseren Körper mit eben dieser Art Nahrungsmitteln füttern, umso schwerer wird es für ihn sein, dagegen anzukämpfen und seinen optimalen basischen pH-Wert von 7.356 beizubehalten.
Betrachten Sie einmal Ihre Ernährungsweise - zu wie viel Prozent nehmen Sie alkalische, zu wie viel Prozent säurebildende Nahrungsmittel zu sich?
Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt sollte das Ziel sein. Dieser kann Ihrem Körper helfen, sich auf sein gesundes natürliches Gewicht einzupendeln, sein Energieniveau zu erhöhen, die Haut zu verbessern und Allergien zu verringern.
Besonders säureempfindliche Menschen sollten auf einen säurearmen Genusskaffee zurückgreifen. Ein säurearmer Genuss-Kaffee ist ein besonders schonend gerösteter Rohkaffee, der von Natur aus besonders säurearm ist.
Der menschliche Körper besteht zu 75% aus Wasser und zu 25% aus festen Substanzen. Er benötigt Wasser zum Transport von Nährstoffen, zur Ausscheidung von Abfallstoffen und für viele weitere, wichtige Aktivitäten. Wasser spielt somit eine Wichtige Rolle für unseren Körper.
Im Internet (zentrum-der-gesundheit.de) wurde weiterhin erklärt: "Um Koffein aus dem Körper zu entfernen, muss der Körper Wasser aus seinen Zellen aufwenden. Das führt zu zellularer Dehydrierung und einer kurzfristigen Blutverdünnung. Diese Blutverdünnung ist es, die das gute Gefühl bewirkt, und man bemerkt die drohende Gefahr der Dehydrierung nicht.
Für jede Tasse Kaffee, die wir trinken, muss der Körper bis zu 3 Gläser Wasser bereitstellen, um das Toxin Koffein wieder heraus zu befördern. Das geht aber nicht, ohne dass der Körper dabei Schaden nimmt."
Viel trinken (Wasser oder ungesüßte Kräutertees) ist also wichtig - sie unterstützen Ihren Körper damit ungemein.
Sollten Sie auf Ihre geliebte Tasse Kaffee nicht verzichten können, ersetzen Sie doch einfach mal die eine oder andere Tasse durch einen leckeren, frischen Kräutertee. Wenn Sie jetzt an Pfefferminz- und Fencheltee denken, dann denken Sie bitte einen Schritt weiter. Gute Teegeschäfte bieten ein umfangreiches Sortiment von Kräutertees. Sie werden staunen, welche köstlichen Sorten, Mischungen und Aromen Ihnen dort "über den Weg laufen". Zudem finden Sie mittlerweile in gut sortierten Bioläden eine tolle Auswahl an Getreide-Kaffees.
Wenn Sie auf eine gute Scheibe Brot nicht verzichten wollen, greifen Sie auf möglichst reines Dinkelbrot zurück. Dinkel wirkt tatsächlich basisch.
Viel Gemüse, Tomaten, Avocados und Sprossen - alles basische Nahrungsmittel - sollten einen Großteil Ihrer täglichen Ernährung bilden.
"Gesund" heißt schon lange nicht mehr "nicht schmackhaft" - ganz im Gegenteil. Gesund schlemmen und genießen sollte das Motto sein, welches sich leichter verwirklichen lässt, als man denkt.
Fangen Sie noch heute an!
Ein paar leckere, gesunde Rezepte finden Sie hier:
(Auch eine schöne Idee zum Verschenken!)

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