
In diesem zweiten Teil erfahren Sie, welch vielfältige Einsatzmöglichkeiten Ihnen dieses hervorragende Naturprodukt aufgrund seiner entzündungshemmenden und schützenden sowie leistungssteigernden Eigenschaften bietet.
Sobald Körpergewebe verletzt ist, reagiert der Körper mit einer Entzündung, um eine Blutvergiftung zu verhindern, neues Gewebe zu bilden und die Wunde zu schließen. Das ist eine sinnvolle Reaktion unseres Immunsystems, um Infektionen zu bekämpfen und geschädigte Gewebe zu reparieren, die zur Heilung beiträgt.
Es gibt jedoch auch chronische, dauerhafte Entzündungen, die wie ein Schwelbrand unbemerkt unseren Körper belasten. Sie können Schäden an Blutgefäßen, Nervenzellen, Gelenken, Schleimhäuten, ja an fast allen Körperzellen verursachen. Sie können an der Entstehung der sog. Zivilisationskrankheiten, Stoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Leiden – beteiligt sein. Nach Ansicht von Dr. Michaela Döll (Buch in der Literaturliste) kann eine Entgleisung der Entzündungsreaktion durch unseren westlichen Lebensstil mit falscher Ernährung, Übergewicht, Genussmittelkonsum (Alkohol, Zigaretten ...) und die Einwirkung von Umweltgiften (Luftschadstoffe, Pflanzenschutzmittel ...) gefördert werden.
Es gibt heute auch deutliche Hinweise dafür, dass Blutgefäße nicht – wie man bis vor kurzem annahm – mechanisch geschädigt und dann mit cholesterinhaltigen Plaques aufgefüllt werden, sondern dass die gefäßverändernde Arteriosklerose von Anfang an auf Entzündungen zurückgeht. Chronisch verlaufende Entzündungen können auch zu den gefürchteten Blutgerinnseln führen. Oxidierte Fette (durch freie Radikale) im Blut fördern die chronischen Entzündungen, die oft unbemerkt vor sich hin schwelen, bis es beispielsweise in einer Explosion wie dem Herzinfarkt oder dem Schlaganfall mündet, oder in schmerzhaften Entzündungen wie der rheumatoiden Arthritis , Asthma ...
Freie Radikale lösen oxidativen Stress im Körper aus und sind Mitursache vieler Krankheiten. Sie agieren als „Brandzünder“, indem sie Blutfette oxidieren. Der Flächenbrand kann durch den Eiweißbaustein Homocystein noch verstärkt werden. Ohne jetzt auf weitere Einzelheiten einzugehen sei vermerkt, dass Antioxidantien wirksame Mittel gegen unkontrollierte Entzündungsreaktionen des Körpers sind.
Astaxanthin ist ein besonderer Entzündungshemmer. Er unterdrückt verschiedene Entzündungsbotenstoffe, was eng mit seiner hohen antioxidativen Kraft verbunden ist.
Während entzündungshemmende Medikamente meist ein einzelnes Zielmolekül blockieren, schnell wirken und bedenkliche Nebenwirkungen zeigen, beeinflusst ein natürlicher Entzündungshemmer wie Astaxanthin eine größere Bandbreite von Entzündungsbotenstoffen. Es wirkt langsamer, dafür ohne unangenehme Nebenwirkungen
Messbares Kennzeichen für stumme Entzündungen ist die Erhöhung von C-reaktivem Protein (CRP). Bei Entzündungen produzieren Leber und Herzarterien CRP und geben es ins Blut. Bei Anwendung von Astaxanthin sinkt auch der CRP-Spiegel im Blut.
Die medizinische Forschung hat nicht geschlafen. Nachdem sich die starke antioxidative Wirkung und die wirksame Entzündungshemmung, die Sonnenschutzwirkung und Leistungssteigerung durch natürliches Astaxanthin herausgestellt hatten, forschte man weiter. In Tierversuchen und in klinischen Studien traten weitere günstige Wirkungen zutage.
Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems: Die starke antioxidative Kraft und die Minimierung stummer Entzündungen können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen herabsetzen.
Blutfette: Es gibt Hinweise aus Tierversuchen und klinischen Studien an Freiwilligen, dass natürliches Astaxanthin die Zusammensetzung der Blutfette günstig beeinflussen kann. Es vermindert LDL-Cholesterin und erhöht HDL, dabei verringert es sowohl Triglyceride als auch freie Fettsäuren im Blut.
Zu einer klinischen Studie in Japan aus dem Jahr 2000 äußerten sich die Forscher in Bezug auf Astaxanthin: “... es verhindert die LDL-Oxidation und trägt daher möglicherweise zur Vorbeugung von Arteriosklerose bei.“
Eine klinische Studie mit Osteuropäern, die hohe Cholesterinwerte hatten und denen man einen Monat lang täglich die geringe Dosis von 4 mg Astaxanthin gab, erbrachte eine durchschnittliche Senkung des Gesamtcholesterins und des LDL-Wertes um 17 Prozent und der Triglyceride um 24 Prozent. (Trimeks 2003)
Blutdruck: Auch an einer Senkung des Blutdrucks kann Astaxanthin mitwirken. Bislang gibt es dazu nur Versuche mit Nagetieren (Ratten, Mäuse). Die Schlussfolgerung der japanischen Forscher: “Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass Astaxanthin vorteilhafte Effekte auf den Schutz vor Bluthochdruck und Schlaganfall und für die Verbesserung des Gedächtnisses bei gefäßbedingter Demenz haben kann.“ ( Hussein et al. 2005 a). Wegen der wegweisenden Resultate führten die Wissenschaftler im gleichen Jahr eine zweite Studie durch, die eine Wirkung des Astaxanthins auf den Blutdruck aufdecken sollte. Die Forscher mutmaßten, dass Astaxanthin das Stickstoffmonoxid in den Gefäßwänden reguliert und so gleichzeitig Blutdruck und Entzündungen kontrolliert. Sie schlossen aus ihren Forschungen auf einen positiven Einfluss dieses Carotinoids auf das Fleißvermögen des Blutes bei Hypertonie und auf die Spannung (Tonus) der Blutgefäße. ( Hussein et al. 2005 b)
Auch im Jahr 2006 leitete Dr. Hussein mit seinem Team zwei bahnbrechende Studien in Toyama. Dort wurde das bereits erwähnte Ergebnis mit Senkung der Triglyceride und freien Fettsäuren sowie der Erhöhung des HDL erbracht. Dabei stellten die Forscher zusätzlich fest, dass auch Diabetes günstig beeinflusst wurde.
Bessere Durchblutung: In einer kleinen klinischen Studie mit freiwilligen Probanden erhielten diese 10 Tage lang jeweils 6 mg Astaxanthin täglich. Diese Maßnahme führte zu einer deutlichen Steigerung der Durchblutung. (Myawaki 2005)
Körperliche Belastungsfähigkeit: Eine Studie in Kyoto (Aoi et al. 2003), die Mäuse in Laufrädern bis zur Erschöpfung rennen ließ, schlussfolgerte, dass Astaxanthin die durch körperliche Belastung verursachten Muskulatur- und Herzschäden vermindern kann.
Herzschutz: Ein Tierversuch mit Ratten in Wisconsin zeigte folgendes: Den Ratten wurde kurz vor einem herbeigeführten Herzinfarkt Astaxanthin verabreicht, dadurch konnte der Herzschaden wirkungsvoll verkleinert werden (Gross und Lockwood 2004).
Steigerung der Abwehrkraft: Es gibt verheißungsvolle Forschungen von Dr. Jyonouchi und Mitarbeitern aus den 1990er Jahren, die eine immunanregende Wirkung des Astaxanthins durch Steigerung der Antikörperproduktion herausfanden.
Bei einer vergleichenden Studie mit Carotinoiden wie Lutein, Lycopin, Zeaxanthin und Canthaxanthin unterdrückte nur Astaxanthin die Bildung von Gamma-Interferon und erhöhte die Anzahl der Antikörper.
Professor Dr. Chew und sein Team von der Universität Washington machten zunächst Versuche an Mäusen, bevor er in einer doppeltblinden, placebokontrollierten klinischen Studie mit Probanden zu folgenden Ergebnissen kam (Chew et al. 2003) :
Somit unterstützt Astaxanthin die Immunfunktionen auf vielen verschiedenen Wegen und erhöht damit die Schlagkraft des Körpers gegen unerwünschte Fremdeinwirkungen.
Im Magen jedes zweiten Menschen findet man die schädliche Bakterie Helicobacter pylori, die zu Magengeschwüren und chronischer Gastritis (Magenschleimhautentzündung) führt und – unbehandelt – in Magenkrebs und Lymphomen (Lymphknotenvergrößerungen, gutartig oder bösartig) enden kann. Ursache dafür kann unter anderem eine Ernährung mit zu wenig Vitalstoffen, wie zum Beispiel Carotinoide sein. Der Forscher Bennedsen äußerte dazu 1999: „Eine geringe Aufnahme von Antioxidantien wie Carotinoide und Vitamin C mit der Nahrung, kann ein wichtiger Faktor für den Erwerb von Helicobacter pylori durch den Menschen sein.“
Abnahme von Bakterien und Entzündungen: Es gibt eine Reihe von Studien, die eine positive Wirkung von Astaxanthin belegen. Beispielsweise setzten zwei skandinavische Studien Astaxanthin bei Mäusen ein, die mit Helicobacter pylori infiziert waren. Die Forscher stellten eine Abnahme der Bakterien und auch der Entzündungen im Magen fest (Bennedsen et al. 1999, Wang et al. 2000).
Schutz vor Alkohol- und Medikamentenschäden: In Korea führte der Wissenschaftler Kim zwei Studien im Jahre 2005 durch, die nachwiesen, dass Astaxanthin die Magenwand vor den schädlichen Wirkungen von Alkohol und entzündungshemmenden Medikamenten wie Naproxen schützt. Gleichzeitig bemerkte der Forscher nach Einnahme von Astaxanthin eine deutliche Erhöhung der körpereigenen antioxidativen Enzyme Katalase, Glutathionperoxidase und Superoxid-Dismutase. Dr. Kim meint dazu: „Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass Astaxanthin die von Naproxen hervorgerufenen Lipidperoxide (ranzige Fette) und freien Radikalen beseitigt und es könnte eine potenzielle Hilfe für Magengeschwüre bieten ... Eine histologische Prüfung (Prüfung der Körpergewebe) ließ eindeutig erkennen, dass nach der Vorbehandlung mit Astaxanthin das durch Alkohol verursachte, akute Geschwür der Magenschleimhaut nahezu verschwand.“
Astaxanthin wird durch Vitamin C verstärkt und natürliches Astaxanthin aus der Alge Haematococcus ist am wirksamsten: Bei Experimenten mit Ratten in Japan (Nishikawa et al. 2005) stellte sich heraus, dass der Schutz vor Magengeschwüren sich verstärkte, wenn Astaxanthin zusammen mit Vitamin C verabreicht wurde. In dieser Studie wurden interessanterweise drei verschiedene Formen von Astaxanthin zusammen mit Vitamin C und Beta-Carotin auf ihr Potential zur Vermeidung von Geschwüren bei gestressten Ratten geprüft – Astaxanthin aus der Mikroalge Haematococcus Pluvialis, Astaxanthin aus der veränderten Hefe Phaffia Rhodiza und künstlich hergestelltes (synthetisches) Astaxanthin. Alle Formen von Astaxanthin schützten in hohem Maße vor der Bildung von Magengeschwüren, am wirksamsten war jedoch Astaxanthin aus der Alge Haematococcus. Die Untersuchung erbrachte ferner, dass die Kombination von Astaxanthin und Vitamin C „...im Vergleich zu Ratten der Kontrollgruppe vor der Entwicklung von Magengeschwüren schützte. Bei den Ratten, die zeitgleich Astaxanthin und Vitamin C bekamen war die Wirkung stärker ... die gleichzeitige Ergänzung der Nahrung mit Astaxanthin und Vitamin C würde genug Antioxidantien liefern, um stressabhängige Schäden wettzumachen“. (Nishikawa et al. 2005)
Leber und Nieren beseitigen schädliche Stoffe und helfen so, den Körper zu entgiften. Eine der Hauptaufgaben der Leber besteht darin, Fette zur Energiegewinnung zu oxidieren. Sie kann Bakterien und Viren zerstören und verbrauchte rote Blutkörperchen aussortieren. Bei all diesen Arbeiten entstehen reichlich freie Radikale, die durch ausreichende Mengen an Antioxidantien neutralisiert werden müssen, damit sie keine Zellschäden anrichten.
Astaxanthin schützt die Leber wirkungsvoller als Vitamin E: Eine Studie des Wissenschaftlers Kurashige und Team von 1990 an Ratten erbrachte, dass Astaxanthin Leberzellen wesentlich effektiver schützt als Vitamin E. Auch veranlasst es die Leber zur Produktion von Enzymen, die bei der Verhütung von Leberkrebs hilfreich sind.
Verhinderung von Leberschäden: In der Studie des Forscherteams Kang aus dem Jahr 2001 bewahrte Astaxanthin Ratten vor Leberschäden, wobei ein Anstieg der körpereigenen antioxidativen Enzyme Superoxid-Dismutase und Glutathion festgestellt wurde.
Stumme Entzündungen können unter anderem Diabetes verursachen. Da Astaxanthin entzündungshemmend wirkt, könnte seine Verwendung auch günstig für Diabetiker sein. Es gibt bislang dazu noch keine Beweise aus klinischen Studien, jedoch gibt es eine Reihe von Studien mit Nagetieren.
Forscher an der Universität von Kyoto und am Internationalen Forschungszentrum für Traditionelle Medizin in Toyama führten in den Jahren 2002 bis 2006 vier Studien mit Mäusen und Ratten durch.
Astaxanthin senkt den Blutzuckerspiegel und hält die Insulinproduktion aufrecht: Die erste Studie lief mit übergewichtigen diabetischen Mäusen (wie TypII –Diabetes beim Menschen) ab. Mit Astaxanthin verringerte sich ihr Blutzuckerspiegel merklich und die Fähigkeit zur Insulinproduktion blieb erhalten.
Nierenschutz: In der zweiten Studie untersuchte man an den gleichen Mäusen die Wirkung von Astaxanthin auf die Nieren, da Diabetes in fortgeschrittenem Stadium zu Nierenversagen (Nephropathie) führen kann. Das Ergebnis war ermutigend: „ Nach 12 Wochen Behandlung offenbarte die Astaxanthin-Gruppe einen niedrigeren Blutzucker im Vergleich zur nicht behandelten Gruppe ... Die Behandlung mit Astaxanthin minderte den Fortschritt und die Beschleunigung der diabetischen Nephropathie ... Die Resultate legen nahe, dass die antioxidative Aktivierung von Astaxanthin den oxidativen Stress in den Nieren verringerte und Nierenzellschäden verhinderte. Das Fazit: Die Verabreichung von Astaxanthin könnte eine neuartige Methode zur Vorbeugung der diabetischen Nephropathie sein“ ( Naito et al. 2004).
Verbesserung von Blutzucker, Blutfetten und Blutdruck: Die dritte Studie mit Ratten ergab nach 22 Wochen eine Senkung von Blutzuckerspiegel, Blutdruck und zudem eine Verbesserung der Cholesterin- und Triglycerid-Werte. Sogar die Größe der Fettzellen nahm ab. „Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass Astaxanthin über Mechanismen, die die Glukoseaufnahme erhöhen, die Insulinresistenz mindert und den Spiegel des zirkulierenden Adinopektin sowie die Stoffwechselprodukte von Fetten reguliert.“ (Hussein et al. 2006)
Die vierte Studie schließlich sollte zu einem „besseren Verständnis der Gene und Stoffwechselwege führen, die für den antidiabetischen Mechanismus von Astaxanthin eine Rolle spielen“. (Naito et al 2006)
Zunehmend fällt es modernen Paaren schwerer, sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Es gibt guten Grund zu der Hoffnung, dass Astaxanthin hier einen Versuch wert wäre.
In den 1990er Jahren sponserte das Unternehmen AstaCarotene in Schweden Studien zur Eignung natürlichen Astaxanthins, die Fruchtbarkeit von Pferden und Schweinen zu stärken. Die männlichen Tiere bekamen mit dem Futter Astaxanthin. Das führte zu mehr Schwangerschaften, mehr Lebendgeburten und mehr Nachkommen pro Muttertier als bei Tieren mit gleichem Futter ohne Astaxanthin. Offensichtlich macht Astaxanthin die männlichen Spermien fruchtbarer (Lignell 2000). Bei der Zucht von Meerestieren wurde an vielen Orten ähnliches beobachtet.
Vor einigen Jahren nahmen 20 Paare, die sich seit mindestens 12 Monaten ergebnislos um eine Schwangerschaft bemüht hatten, an einer Studie mit Astaxanthin teil. Bei allen wurde eine schlechte Samenqualität der Männer festgestellt. Nach nur drei Monaten der Nahrungsergänzung mit täglich 16 mg Astaxanthin, kam es bei der Hälfte der Paare zur Schwangerschaft. Eine Untersuchung der Oxidation in den Spermien ergab eine geringere Anzahl freier Radikale als zuvor. Die Qualität der Spermien und ihre Fortbewegungsgeschwindigkeit hatten sich ebenfalls verbessert. (Comhaire et Mahmoud, 2003 und 2005)
Bevor man sich also Stress und Ausgaben mit komplizierteren Methoden macht, könnte man bei unerfülltem Kinderwunsch erst diesen Naturstoff ausprobieren.
Es gibt inzwischen viele Erfahrungsberichte von Astaxanthin-Anwendern, die bestätigen, dass dieses Carotin Zahnfleischerkrankungen verringert oder auch behebt. Die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften von Astaxanthin bestätigen dieses Potenzial.
Dr. Spiller führte im Jahr 2006 am Health Research and Studies Center eine achtwöchige Studie mit Patienten durch, deren Sehnenansätze am Ellbogen (Tennisarm) entzündet waren. Die Folgen sind Schmerzen und ein Rückgang der Greifkraft. Der Forscher überprüfte die Wirkung natürlichen Astaxanthins mit 21 Personen, 12 weitere Probanden bekamen ein Placebo. Nach dieser Zeit hatte sich in der Astaxanthin-Gruppe die Greifkraft um über 90 Prozent verbessert und die Schmerzen waren zurückgegangen.
Diese chronische, zerstörerische Autoimmunkrankheit kann Betroffene mit der Zeit verkrüppeln. Dr. Nir und Dr. Spiller führten im Jahr 2002 mit 21 Patienten eine klinische Studie durch, bei der 14 Personen Astaxanthin und 7 ein Placebo erhielten. Nach dieser Zeit waren bei der Astaxanthin-Gruppe die Schmerzen zurückgegangen, bei der Placebo-Gruppe blieben sie konstant. Die Forscher meinten dazu: „Auf Astaxanthin basierende Nahrungsergänzungen scheinen eine effektive Ergänzung für die Behandlung von rheumatoider Arthritis zu sein ...“
Professor Dr. Frey, Direktor des biochemischen Labors für Leibesübungen an der Universität von Memphis (USA), untersuchte 2001 in einer dreiwöchigen klinischen Studie die Regeneration nach anstrengenden Sportübungen, wenn Astaxanthin zum Einsatz kam. Mit der geringen Dosierung von nur 4 mg natürlichen Astaxanthins täglich demonstrierte die Studie eine komplette Verhinderung von Gelenkschmerzen nach Krafttraining. Das zeigt, dass dieses Carotinoid Schmerzen und Entzündungen im gesamten Bewegungsapparat (Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke) verringern kann. Es vermag stumme Entzündungen zu kontrollieren und damit viel Schmerz zu verhindern.
Auch dazu führten Dr. Spiller und DR. Nir im Jahr 2002 eine achtwöchige Studie mit 20 Patienten durch, 13 wurden mit Astaxanthin behandelt, 7 bekamen ein Placebo. Das Karpaltunnelsyndrom ist eine Sehnenerkrankung des Handgelenks, dessen Symptome Taubheit und Schmerzen sind, manchmal kommt es auch zu Lähmungen. Die Auswertung der Studie erbrachte bei der Astaxanthin-Gruppe einen Rückgang der Schmerzen um fast die Hälfte.
Die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin können die Augen schützen und der altersbedingten Makuladegeneration vorbeugen, Astaxanthin hat sich für die Augen-Gesundheit als noch überlegener herausgestellt.
Wir wissen inzwischen, dass Oxidation und/oder Entzündungen die meisten Krankheiten der Augen und des Gehirns verursachen, denken wir nur an Makuladegeneration, die häufig in Blindheit mündet oder an Demenz. Für Senioren ist es von besonderer Bedeutung Antioxidantien aufzunehmen, welche die Blut-Hirn-Schranke überwinden können, um vor folgenden schlimmen Leiden geschützt zu sein: Altersbedingte Makula-Degeneration, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS, Verhärtung der Rückenmarks-Seitenstränge), Diabetische Retinopathie, Entzündungskrankheiten, Grauer Star, Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Senilität, Traumabedingte Schäden ...
Im Alter kann unser Körper nicht mehr soviel Antioxidantien produzieren, obwohl er mehr davon bräuchte. Dazu kommt, dass wir uns ungesunder ernähren, mehr Stress haben und mehr Schadstoffen ausgesetzt sind als frühere Generationen. Diese Umstände führen zu vermehrten Angriffen von freien Radikalen auf lebenswichtige Organe.
Auch unsere Augen sind heute höherer oxidativer Belastung ausgesetzt, nennen wir als Beispiele nur fernsehen und Computerarbeit. Singulett-Sauerstoff und freie Radikale oxidieren die mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Auge, dadurch können die Netzhautzellen dauerhaft geschädigt werden. Antioxidantien, welche die Blut-Hirn-Schranke überwinden, können unsere Augen vor diesen zerstörerischen Einflüssen schützen.
Der Forscher Dr. Tso von der Universität in Illinois sammelte in umfangreichen Testreihen mit Ratten Beweise für den Augenschutz durch Astaxanthin. Seine Ergebnisse aus dem Jahr 1996 : Astaxanthin schützt vor lichtabhängigen Schäden und verhindert die Zerstörung der Photorezeptorzellen. Es verhindert Schäden durch Entzündung und eine Schädigung der Nervenzellen.
Viele Menschen klagen heute über Augenermüdung durch ihre Arbeit. Inzwischen haben 9 unterschiedliche klinische Studien mit Astaxanthin erbracht, dass die Ermüdung der Augen abnahm, während sich ihre Anpassungsfähigkeit – wichtig besonders bei Bildschirmarbeit – erhöhte. Weitere Studien mit Astaxanthin bestätigten, dass es Augenschmerzen, Müdigkeit, Trockenheit und verschwommenes Sehen reduzieren oder auch vorbeugend verhindern konnte. Bei wieder anderen Studien stellte man fest, dass Astaxanthin die Blutversorgung der Augen oder auch die Sehleistung verbesserte.
Forschungen zur Auswirkung von Astaxanthin auf das Gehirn wurden am Internationalen Forschungszentrum für Traditionelle Medizin in Japan mit Ratten durchgeführt. Die Wissenschaftler entdeckten unter anderem, dass nach 5 Wochen Astaxanthinfütterung sich das Vorkommen von Schlaganfällen in einer zu Schlaganfall neigenden Gruppe verzögerte.
Ischämische Mäuse (mangelhafte Blutversorgung im Gehirn durch Blockierung der Halsschlagader) bekamen nur einmal Astaxanthin, bevor sie einem Leistungstest in einem Labyrinth unterzogen wurden und dabei besser abschnitten als eine Kontrollgruppe. Das Forscherteam Hussein äußert sich zu seinen Studien von 2005 folgendermaßen: „Die vorliegenden Ergebnisse legen nahe, dass Astaxanthin die Entwicklung von Bluthochdruck abschwächen kann und dabei hilft, das Gehirn vor Schlaganfall und ischämischen Ereignissen zu schützen. ... Die gegenwärtigen Ergebnisse lassen erkennen, dass Astaxanthin günstige Wirkungen auf die Verbesserung des Gedächtnisses bei vaskulärer (gefäßbedingter) Demenz haben kann.“ Weitere Nagetierstudien bestätigten die Ergebnisse und lassen auch für den Menschen hoffen.

Sonnenschutz durch Astaxanthin
Der Arzt Dr. Childs reagierte extrem empfindlich auf Sonnenstrahlung, bevor er Astaxanthin einnahm. Mit Astaxanthin konnte er sich 4 Stunden lang in der Mittagssonne aufhalten, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, vorher hatte er ihn bereits nach einer halben Stunde. Er bemerkte zudem, dass seine morgendliche Steifheit der Gelenke mit der Dauer der Einnahme nachließ.
Klinische Belege für Astaxanthin als natürliches Haut- und Sonnenschutzmittel gibt es ebenfalls. Eine Studie des Forschers Lorenz aus dem Jahr 2002, bei der den Probanden zwei Wochen lang täglich 4 mg Astaxanthin verabreicht wurde, und die vor und nach der Anwendung einer UV-Bestrahlung ausgesetzt wurden, die zum Erythem (Sonnenbrand) führte, bewies, dass natürliches Astaxanthin bereits nach zwei Wochen als innerer Sonnenschutz wirksam war.
Weitere Studien ergaben, dass Astaxanthin auch hilfreich bei der Vermeidung von Sommersprossen und Altersflecken war.
Eine placebokontrollierte Studie des japanischen Wissenschaftlers Yamashita aus dem Jahr 2002 mit Frauen um die 40, die täglich nur 2mg natürliches Astaxanthin und zusätzlich natürliches Vitamin E erhielten, brachte erstaunliche Ergebnisse. Nach vier Wochen zeigten sich bei den Teilnehmerinnen, die vorher trockene Haut hatten, eine sichtbar erhöhte Feuchtigkeit, weniger feine Fältchen, weniger Pickel und ein gleichmäßigerer Fettgehalt. Die Beteiligten berichteten von geringeren Schwellungen unter den Augen, erhöhter Elastizität und „besserem Hautgefühl“.
Vergleichbare Studie in Europa und Kanada kamen zu ähnlich positiven Ergebnissen.
Während man bei Tieren inzwischen zahlreiche Beweise gesammelt hat, gibt es beim Menschen bislang keine wissenschaftlichen Beweise für krebsvorbeugende oder tumorverkleinernde Wirkungen von Astaxanthin. Jedoch belegen mehr als 200 epidemiologische Studien eine verminderte Krebsrate bei denjenigen Menschen, deren Ernährung reichlich natürliches Beta-Carotin enthält. Da Astaxanthin die antioxidative Kraft des Beta-Carotin um 11 bis 50 mal übertrifft, ist es wahrscheinlich auch ein weitaus stärkeres Krebsvorbeugemittel. Auffallend ist die ungewöhnlich niedrige Krebsrate bei Naturvölkern, die regelmäßig reichlich Lachs verzehren, der ja bekanntlich viel Astaxanthin enthält.
Astaxanthin übertrifft alle anderen Carotinoide: Der Forscher Kozuki leitete im Jahr 2000 eine Studie, die Astaxanthin im Vergleich mit acht weiteren Carotinoiden auf die Schutzwirkung zur Hemmung von Leberkrebszellen (im Reagenzglas) untersuchte. Astaxanthin übertraf in der Wirksamkeit alle übrigen Carotinoide.
Das Forscherteam Levy fand 2002 in einer Studie an menschlichen Krebszellen im Reagenzglas heraus, dass Astaxanthin die Zellteilung von Darmkrebszellen und auch von Prostatakrebszellen hemmt.
Stärkung der Immunreaktion: Wissenschaftler an der Universität Minnesota (Jyonouchi 2000) gaben als Grund für die Anti-Tumor-Aktivität eine Stärkung der Immunreaktionen durch Astaxanthin an, wobei es wohl am besten im Frühstadium von Tumoren wirkt.
Weitere Studien mit Mäusen erbrachten eine Wachstumshemmung bei transplantierten Brusttumoren, wobei neben Astaxanthin auch Beta-Carotin und Canthaxanthin getestet wurden. Die Ergebnisse bescheinigen allen drei Wirkstoffen einen positiven Effekt und für Astaxanthin die höchste Wirksamkeit.
Bemerkenswert ist, dass alle drei genannten Carotinoide und zusätzlich Lutein im natürlichen Astaxanthin aus der Alge Haematococcus enthalten sind.
Verhinderung von Leberkrebs: Eine weitere Studie erwies, dass Astxanthin die spontane Entwicklung von Leberkrebs unterdrückte. Weitere Experimente zeigten bei Mäusen mit Astaxanthinfütterung einen positiven Einfluss, nachdem sie vorher dem verbreiteten Umweltschadstoff Benzpyren (belastet die Leber) ausgesetzt wurden. In den Kontroll-Gruppen traten zwei Formen von Krebs auf, in der Astaxanthin-Gruppe nicht. (Lee et al. 1997, 1998)
Schutz vor Hautkrebs: Nachdem haarlose Mäuse UVA- und UVB-Strahlung ausgesetzt wurden, verminderte Astaxanthin das Erscheinen krebsfördernder Substanzen in ihrer Haut.
Die Forschergruppe Rousseau führt dazu im Jahr 1992 folgende Wirkungsweisen an:
Als zusätzliche Wirkungsmechanismen von Astaxanthin geben Forscher an:
Weitere Forschungen müssen erweisen, ob diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind.
Bei solch vielen und vielseitigen positiven Wirkungen dieses Naturstoffs verwundert es nicht, dass er mehr und mehr auch in der Zucht von Meeres- und Nutztieren und ebenfalls bei Haustieren eingesetzt wird.
Ein paar Beispiele mögen das erläutern:
Bei der Brut des atlantischen Lachses überlebten nur 17 Prozent der winzigen Fische. Bei einer angemessenen Astaxanthinzugabe im Futter kam man auf eine Überlebensrate von 98 Prozent! Angenehmer Nebeneffekt war ein schnelleres Wachsen der Brut. Eine vergleichende Studie kam zum Ergebnis, dass natürliches Astaxanthin aus der Mikroalge Haematococcus eine 20mal so starke antioxidative Kraft aufweist wie synthetisch erzeugtes Astaxanthin!
Schlittenhunde in Alaska, denen bekanntlich Höchstleistungen abverlangt werden, halten mit Astaxanthin viel länger durch, weil es die durch körperliche Belastung verursachten oxidativen Schäden verringert.
Für Säugetiere gibt es noch andere Beweise für die positiven Einflüsse des Astaxanthins: Eine Studie an Kaninchen mit Hyperlipidämie erbrachte, dass Astaxanthin besser als Vitamin E die Plaques (Ablagerungen) in den Arterien stabilisiert mit der Folgerung, dass es als Mittel gegen Arteriosklerose sinnvoll sein könnte. (Li et al. 2004)
Es folgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse diverser Tierstudien:
Bioverfügbarkeit: Das natürliche Astaxanthin aus der Mikroalge Haematococcus Pluvialis hat nach Bestätigung mehrerer Studien eine hohe Bioverfügbarkeit. Es wird effektiv aufgenommen und im ganzen Körper verteilt.
Da die Fähigkeit zur Aufnahme von Carotinen von Mensch zu Mensch stark variiert, sollte eher eine höhere Dosierung als in den Beispielen angegeben gewählt werden. Wir empfehlen zweimal täglich eine Kapsel mit je 2 mg zu oder direkt nach einer Mahlzeit einzunehmen, die wegen der besseren Aufnehmbarkeit der fettlöslichen Carotine etwas Fett enthalten sollte. Eine gleichzeitige Zugabe von Vitamin C steigert die Wirksamkeit noch.
Es können auch höhere Dosierungen gewählt werden, wenn man schnellere Ergebnisse erreichen möchte, denn bislang wurde keine Schwelle gefunden, ab der die Verwendung ungünstige Nebenwirkungen haben könnte. – Denken wir an die hohe Konzentration in Lachsen, die diesem Umstand erst ihre unglaubliche Leistungskraft verdanken.
Man kann wahlweise mit einer höheren Dosierung anfangen, um einen genügenden Blutspiegel aufzubauen und später reduzieren, oder auch mit geringerer Menge beginnen und langsam steigern, wenn man beispielsweise sehr stark auf Veränderungen reagiert. Hier ist der eigene Spürsinn gefragt.
Das Astaxanthin aus der Mikroalge Haematococcus Pluvialis ist das bislang wirksamste Nahrungsergänzungsmittel mit Astaxanthin.
Probieren Sie dieses wirkungsvolle Allroundtalent aus und finden Sie selbst heraus, was es bei Ihnen verändert!
Watzl/Leitzmann: Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln, Hippokrates Verlag 1995
Dr. M. Döll: Entzündungen- Die heimlichen Killer, Herbig Verlag 2006
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Capelli/Cysewski: Astaxanthin, ESOVita 2009
Lexikon Medizin, Urban & Schwarzenberg, 3. neubearbeitete Auflage
Amazing Natural Astaxanthin, G & G Vitamin Centre, East Grinstead , West Sussex
Regina Garloff
Quelle: Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Nature Power Trading Ltd., wo Sie Astaxanthin auch bestellen können.
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