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Sommer, Sonne, Sonnenbrand - wie wichtig ist der richtige Sonnenschutz?

Der Sommer ist da! Und mit ihm beginnt die Urlaub-, Bade- und Sonnenzeit. Viele unserer Urlaubsziele führen uns in Gegenden, in denen unsere Haut der Sonne viel stärker ausgesetzt ist, als wie sie es von Hause aus gewohnt ist. Aber auch durch regelmäßige Badeausflüge und Sonnenstunden im Freien muss unsere Haut einer stärkeren Belastung standhalten. Bis zu einem gewissen Grad kann sie sich selbst vor den negativen Auswirkungen schützen. Aber eben nur bis zu einem gewissen Grad. Werden diese Schutzsysteme allerdings überschritten, kommt es zum Sonnenbrand und im schlimmsten Fall zum Hautkrebs. Besonders Kinder müssen vor einem Sonnenbrand geschützt werden. Ihre Haut verfügt noch nicht über die Schutzmechanismen der Erwachsenen.

Wie können wir unsere Haut effektiv vor einem Sonnenbrand schützen? Hilfreiche Tipps und Ratschläge finden Sie in diesem Artikel!

Ein paar einfache Regeln für einen effektiven Sonnenschutz

  • Verzichten Sie auf ausgedehnte Sonnenbäder. Suchen Sie sich lieber ein schönes Plätzchen im Schatten - auch hier wird man braun.
  • Vermeiden Sie die pralle Sonne. Zwischen 11-15 Uhr ist die Strahlung am intensivsten.
  • Passen Sie die Dauer des Sonnenbades und die Höhe des Lichtschutzfaktors Ihres Sonnenschutzmittels Ihrem persönlichen Hauttyp an.
  • Vermeiden Sie Sonnenbrand und beugen Sie einer eventuellen Sonnenallergie vor, indem Sie Ihre Haut langsam an die Sonne gewöhnen.
  • Vermeiden Sie Augenschäden. Schützen Sie Ihre Augen mit einer Sonnenbrille, die UV-Licht absorbiert. Vorsicht bei billigen Sonnenbrillen! Sie haben häufig keinen ausreichenden UV-Filter. Lassen Sie sich im Zweifel von Ihrem Optiker beraten.
  • Schützen Sie Gesicht und Kopfhaut bei Bedarf mit einem Sonnenhut. Luftige, dicht gewebte Kleidung hilft ebenfalls. (Halten Sie nach speziellen Textilien mit eingebautem UV-Schutz Ausschau und beachten Sie dabei die entsprechenden Angaben auf der Etikette.)
  • Kosmetika, Deodorants und Parfüms können beim Sonnenbaden eine bleibende Pigmentierung verursachen. Vermeiden Sie diese, wenn möglich.
  • Einige Medikamente können die Sonnenempfindlichkeit steigern. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker.

Achten Sie besonders auf Kinder in der Sonne

Da bei Kindern die Schutzmechanismen der Haut noch nicht so ausgeprägt sind wie bei Erwachsenen, müssen sie besonders gut vor Sonnenbrand geschützt werden.

  • Setzen Sie Säuglinge und Kinder nicht direkter Sonne aus. Vermeiden Sie Spielen in der prallen Mittagssonne!
  • Denken Sie auch im Schatten an ausreichenden Lichtschutz für Ihr Kind.
  • Achten Sie neben Sonnencreme auf passende, luftdurchlässige Kleidung und einen Kopfschutz (Sonnenhut, Mütze).
  • Schützen Sie unbedeckte Hautpartien mit Sonnenschutzmitteln mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20.

Wie wirken Sonnenschutzmittel?

Viele "Sonnenanbeter" denken, dass sie, wenn Sonnenschutzmittel benutzen, nicht schnell und intensiv genug braun werden. Mit einer gesunden Bräune hat dies allerdings wenig zu tun. Sonnenschutzmittel ermöglichen nicht nur einen längeren Aufenthalt in der Sonne (ohne Sonnenbrand), sondern vermeiden zudem noch Verbrennungen, die zu frühzeitigem Abpellen der Haut führen können. Mit anderen Worten, gleichmäßiges, gesundes Bräunen lässt Sie viel länger Freude an einem sonnengeküssten Teint haben.

In den heutigen Sonnenschutzmitteln befindet sich meist eine Kombination von Wirkstoffen, die ultraviolette (UV-) Strahlung vom Typ UV-A als auch vom Typ UV-B absorbieren. Dieser kombinierte Schutz soll nicht nur Sonnenbrand und Zellschäden verhindern, sondern auch die vorzeitige Hautalterung. Dabei werden chemische* und/oder physikalische** UV-Filter eingesetzt.

* Chemische Filter (z. B. Oxybenzon) schützen die Haut, indem sie die UV-Strahlung absorbieren. Da sie gelegentlich Allergien auslösen können, sind sie für Personen mit Allergieneigung nicht zu empfehlen.

 

** Physikalische Filter (z. B. Titanoxid, Zinkoxid) reflektieren das UV-Licht. Sie lösen in der Regel keine Allergien aus und werden heutzutage vor allem für Kinder empfohlen.

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor oder Sun Protection Factor (LSF oder SPF) soll angeben, wie viel Mal länger Sie sich mit dem Lichtschutzmittels unbeschadet in der Sonne aufhalten können als ohne diesen Schutz.

Ein Beispiel: Wer es ohne Sonnenschutz zehn Minuten in der Sonne aushält, kann mit einem Lichtschutzmittel Faktor 12 zwei Stunden in der Sonne bleiben. Dies sollte nur als Richtwert gelten. Dermatologen raten, die Schutzzeit nur zu 60% auszunutzen.

Sonnenschutzmittel - die richtige Anwendung

Sonnenschutzmittel werden in verschiedenen Variationen angeboten. Ob Sie sich für ein Öl, eine Creme, Spray oder Gel entscheiden, sollte von Ihrem Hauttypen und der Art des Sonnenbades abhängen.

  • Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Sonnenschutzmittel entsprechend den Angaben auf der jeweiligen Packung oder Tube verwenden. Hier noch ein paar zusätzliche Hinweise:
  • Tragen Sie Sonnencreme mindestens 1 Stunde vor dem Sonnenbad auf.
  • Sparen Sie nicht beim Auftragen des Sonnenschutzmittels! Bei zu sparsamer Anwendung ist keine ausreichende Wirkung gegeben.
  • Achtung! Mehrfaches Auftragen des Sonnenschutzes verlängert die Schutzzeit nicht.
  • Achten Sie bei Aufenthalt im Wasser auf wasserfeste Produkte. Wiederholen Sie das Auftragen nach dem Abtrocknen.
  • Sonnenschutzmittel mit einem LSF über 30 machen keinen Sinn; sie belasten die Haut unnötig mit chemischen Filtern und verführen zu ausgedehnten Sonnenbädern.
  • Benutzen Sie einen höheren Lichtschutz (z. B. Sunblocker) für die empfindlicheren Hautpartien wie Lippen, Nase und Augenlider.
  • Achtung! Verwenden Sie auch im Schatten ein Sonnenschutzmittel mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor.

Wir wünschen allen Lesern einen schönen und sonnenbrandfreien Sommer!

 

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